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Tasting Notes

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Art: Single Malt
Land und Region: Schottland, Isle of Islay
Alter: Ohne Alter
Alkoholgehalt: 46,6% Vol.
Fasstyp:  Frische ausgekohlte Eiche, first-fill Ex-Bourbon und Ex-PX Sherry
Farbe: dunkles Gold
Whiskybase ID: 99885

Der An Oa ist abgesehen vom in nur kleinen Batches abgefüllten und vergriffenen Traigh Bhan die neuste immer verfügbare Standardabfüllung aus dem Hause Ardbeg. Wie auch der Uigeadail und der Corryvreckan hat er keine Altersangabe.

Tasting Notes

In der Nase findet man sofort den charakteristischen Rauch mit einer Assoziation von Lagerfeuer, Räucherkammer und etwas Teer. Dieser dominante Rauch lässt aber fast sofort auch eine deutliche Süße durch, die zum einen aus dem Grundcharakter des Ardbeg-Spirits, aber zum anderen auch aus den PX-Fässern zu kommen scheint. Diese Süße erinnert an reife Früchte, die sich nicht so recht voneinander unterscheiden lassen und daher wie eine Art Obstsalat rüberkommen. Mich erinnert diese fruchtige Süße auch etwas an Granatapfelsirup, den ich als Kind öfter mal in meine Getränke gegeben habe. Mit der Zeit verändert sicher der Rauch etwas in Richtung ausgebranntes Lagerfeuer und Asche. Wenn man sich etwas Zeit nimmt, kommt auch etwas Karamell und Crème Brulée durch. Nach dem ersten Probieren spürt man auch die Eiche ein wenig.

Der Antritt auf der Zunge ist sanft und cremig. Anfangs liegt der Rauch noch etwas über allem anderen, weshalb ich die Süße zum Anfang etwas vermisse. Wenn sich die Nase und der Mund etwas an den Rauch gewöhnt haben, ist er dann auf der Zunge auch deutlich süßer und man findet auch den Obstsalat wieder. Im Abgang kommt dann auch noch die Eiche durch und bringt etwas Würze und Zartbitterschokolade, ohne aber die Süße zu verdrängen. Der Abgang ist lang und das Wechselspiel zwischen Süße und Eiche klingt noch eine ganze Weile nach.

Fazit

Der An Oa ist ein interessanter Malt, der es schafft den normalerweise sehr dominanten Ardbeg-Rauch gut mit fruchtigen und süßen Aromen zu vereinen. Man muss nicht erst minutenlang versuchen den Rauch zu durchdringen um weitere Aromen zu finden. Deshalb wirkt er schon in der Nase sehr ausgewogen und bleibt es auch bis zum Abgang hin. Dort werden neben dem Rauch und der Süße auch leicht bittere Noten der Eiche sehr harmonisch in den Gesamteindruck eingebunden.

Wertung: 8,3 / 10

Art: Single Malt
Land und Region: Schottland, Speyside
Alter: 12 Jahre
Alkoholgehalt: 48% Vol.
Fasstyp: Ex-Bourbon und Ex-Sherry
Farbe: Bernstein
Whiskybase ID: 25293

Diese Abfüllung unterscheidet sich von anderen Standardabfüllungen dieser Brennerei wie der Name schon sagt durch die fehlende Kühlfiltrierung. Damit der Whisky bei kühleren Temperaturen nicht eintrübt, wurde deshalb der Alkoholgehalt von normalerweise 40% Vol. auf 48% Vol. angehoben.

Tasting Notes

Sofort entfaltet sich ein kräftiges Aroma in der Nase mit einer deutlichen sirupartigen Süße und einem Fruchtcocktail reifer Sommerfrüchte. Dabei kommen mir sofort reife Birnen und Granatäpfel in den Sinn. Der Sherry-Charakter dominiert über den Bourbonfass-Charakter aber beide Fässer harmonieren gut miteinander. Einige Zeit später entfaltet sich eine leicht blumige und parfümartige Note, die ich mit Rosenblüten assoziiere. Das Bourbonfass bringt noch etwas Karamell mit. Wenn die Nase langsam anfängt die dominanten Aromen auszublenden, kommt auch noch eine leichte Würzigkeit von der Eiche durch.

Beim Probieren wird der Mund sofort mit der in der Nase schon angedeuteten sirupartigen Süße, die entfernt an Honig erinnert, ausgefüllt. Auch hier kommen deutliche Frucht- und Sherryaromen durch und man findet die blumigen Noten wieder. Die Süßen Aromen gehen beim langen und wärmenden Abgang in malzige Noten über, die verbunden mit einem leichten bitter-würzigen Charakter des Fasses entfernt an Bier erinnern.

Fazit

Mit dieser Abfüllung hat Aberlour einen tollen 12-Jährigen Single Malt auf dem Markt. Der erhöhte Alkoholgehalt gibt dem Whisky mehr Kraft und Ausdrucksstärke. Durch eine gelungene Kombination ehemaliger Sherry- und Bourbonfässer findet man sowohl viel Frucht, als auch eine deutliche Süße. Vor allem beim Abgang meldet sich dann auch die Eiche zu Wort und gut eingebundene blumige Noten runden das Ganze ab. Hier wird sehr viel geboten.

Wertung: 8,6 / 10