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Speyside

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Art: Single Malt
Land und Region: Schottland, Speyside
Alter: 15 Jahre
Alkoholgehalt: 46% Vol.
Fasstyp: Oloroso- und PX-Sherryfässer
Farbe: Dunkler Bernstein
Whiskybase ID: 139065

Nase

Ein betörendes Sherryaroma steigt in die Nase, das zwar sehr intensiv und komplex, aber trotzdem nicht zu aufdringlich ist. Sofort kommen mir Datteln und Rosinen in den Sinn. Es folgt ein Wechselspiel zwischen einer leichten Süße und würziger Eiche. Nach ein paar Minuten wird das Aroma etwas fruchtiger mit frischen und dunklen Früchten wie Birnen und Pflaumen. Die Würze der Eiche tritt etwas zurück, leicht bittere Noten und etwas Leder mischen sich immer wieder dazu. Lässt man ihn noch etwas länger stehen, wird das Aroma leicht säuerlich-herb mit Hopfen und roten Früchten.

Geschmack

Auf der Zunge ist er ebenso komplex und weich wie in der Nase. Auch hier dominiert klar der Sherry und bringt eine deutliche Süße und frische Früchte. Die Fruchtnoten sind schwer voneinander zu trennen. Ich muss an aromatische Äpfel, rote Früchte, und schwarze Johannisbeeren denken. Bereits nach wenigen Sekunden ist auch die Eiche spürbar, kommt aber gegen den Sherry zunächst nicht an.

Abgang

Im Abgang bleiben diese Eindrücke zunächst präsent, dann wird die Eiche intensiver. Ich muss zunächst noch an Süßgebäck denken, dann kommen Mandeln und Zartbitterschokolade. Die Süße zieht sich nach und nach zurück.

Fazit

Diese Abfüllung ist ein toller Sherrymalt, der durch die, für die heutige Zeit, lange Reifung bereits eine deutliche Komplexität und Intensität aufgebaut hat und trotzdem angenehm weich in Mund und Nase ist. Die Einflüsse des Sherrys und der Eiche sind schön miteinander verwoben.

Wertung: 8,8 / 10

Art: Single Malt
Land und Region: Schottland, Speyside
Alter: 12 Jahre
Alkoholgehalt: 48% Vol.
Fasstyp: Amerikanische Eiche und Finish in Ex-Sauternes Fässern
Farbe: Intensives Gold
Whiskybase ID: 182507

Nase

Ein sehr angenehmes Gefühl entfaltet sich in der Nase. Das Aroma ist vor allem süß und fruchtig mit hervorstechenden Honignoten, Karamellbonbons und Vanille. Dazu kommen Feigen und getrocknete Aprikosen, sowie leicht säuerliche Zitrusfrüchte. Sehr früh macht sich auch das Fass bemerkbar und verschmilzt zusammen mit der Zitrusnote zu einer Assoziation von Grapefruits. Nüsse und Mandelgebäck runden das Ganze ab. Nach dem ersten Schluck wird die Eiche in der Nase stärker, nach ein paar Minuten setzen sich die süßen Früchte dann wieder durch.

Geschmack

Auch im Mund startet er mit einer deutlichen Süße, die aber sofort von einem leicht herben Einfluss der Eiche abgefangen wird. Der Honig und die Zitrusfrüchte (Grapefruits) sind wieder da, dazu kommen leicht exotische Einflüsse von Ananas. Nach ein paar Sekunden wird das Mundgefühl etwas cremiger mit Karamell, Mandeln und Marzipan.

Abgang

Die Eiche bringt eine leichte Bitterkeit, was mich an Bittermandelöl und in zartbitterem Kakaopulver gerollten Marzipankugeln erinnert. Auch an Vollmilch-Nuss Schokolade muss ich denken. Der Abgang ist verhältnismäßig lang.

Fazit

Wieder einmal ein gelungener Malt aus der Wine Series von Glenallachie. Der Sauternes bringt tolle süße und fruchtige Noten, aber auch Eiche mit. Gerade auf der Zunge und im Abgang kommt die Eiche deutlich durch. Das muss man mögen. Mir gefällt die Kombination gut.

Wertung: 8,6 / 10

Art: Single Malt
Land und Region: Schottland, Speyside
Alter: 15 Jahre
Alkoholgehalt: 40% Vol.
Fasstyp: Ex-Bourbon und Ex-Oloroso Sherryfässer und frische Fässer aus Amerikanischer Eiche
Farbe: Gold
Whiskybase ID: 6033

Nase

Für seinen vergleichsweise niedrigen Alkoholgehalt von nur 40% Vol. ist der Antritt in der Nase überraschen intensiv. Vom Gefühl her hätten es genauso gut 46% Vol. sein können. Anfangs ist er noch ein wenig verschlossen und lässt sich nur langsam seine Geheimnisse entlocken. Das Aroma ist sehr süß mit Honig, Vanille, reifen roten Äpfeln, Birnen und Obstsalat aus der Dose. Trotz der dominanten Süße finde ich auch eine leicht säuerliche Note, sowie eine leichte Malzigkeit. Die Würze der Eiche ist bereits beim ersten Riechen wahrzunehmen und wird nach dem ersten Probieren noch etwas intensiver. Dennoch dominieren in der Nase auch nach einigen Minuten noch die süßen und fruchtigen Aromen.

Geschmack

Im Mund ist er deutlich weicher und weniger intensiv, als in der Nase. Hier hätte ich direkt auf 40% Vol. Alkohol getippt. Auch das Mundgefühl ist sehr süß (Honig) und von den oben genannten Früchten geprägt.

Abgang

Die Eiche setzt sich etwas mehr durch und bringt im Abgang eine leichte Bitterkeit, die mich an Zartbitterschokolade erinnert. Der Abgang ist mittellang, die Süße verbleibt zusammen mit den leicht bitteren Eichennoten bis zum Ende.

Fazit

Im Vergleich zum 12-Jährigen, den ich kurz zuvor probiert hatte, bietet der 15-Jährige vor allem in der Nase eine deutliche Steigerung. Trotz des „niedrigen“ Alkoholgehalts ist der erste Eindruck intensiv und interessant. Dabei fällt das Aroma noch ein Stück weit süßer aus, als bei seinem kleinen Bruder. Im Mund hätte ich mir aber ein wenig mehr Komplexität gewünscht, hier machen sich die 40% Vol. dann doch bemerkbar. Trotz des schönen Wechselspiels von Eiche und Süße im Abgang fehlt mir beim Probieren etwas der letzte Kick.

Wertung: 8,3 / 10

Art: Single Malt
Land und Region: Schottland, Speyside
Alter: 12 Jahre
Alkoholgehalt: 40% Vol.
Fasstyp: Ex-Bourbon und Ex-Oloroso Sherryfässer
Farbe: Strohgelb
Whiskybase ID: 6032

Nase

In der Nase ist er sehr weich, mild und unkompliziert. Ich finde typische Bourbonaromen wie Malz/Getreide, grüne Äpfel, Birnen, Honig und Karamell. Außerdem erinnert mich das Aroma etwas an Aprikosenmarmelade, Orangen und Zuckerwatte. Im Hintergrund verstecken sich sanfte würzige Noten der Fässer. Nach dem ersten Probieren werden diese Noten etwas präsenter, die Süße geht meines Empfindens nach etwas zurück. Es entsteht die Assoziation von feinen Röstaromen und Cappuccino. Die Früchte und sonstigen Bourbonaromen bleiben aber das Maß aller Dinge.

Geschmack

Auch auf der Zunge startet er zunächst fruchtig. Die Süße rückt leicht zurück. Die Früchte stehen eindeutig im Vordergrund. Ich kann wieder die Birnen, die grünen Äpfel, sowie eine Mischung verschiedener Zitrusfrüchte finden. Die 40% Vol. Alkohol machen das Mundgefühl sehr weich und gefällig. Bereits vor dem Schlucken wird es etwas trockener.

Abgang

Die Eiche kommt durch, sowie die aus der Nase bereits bekannten Röstaromen und der Cappuccino. Der Abgang ist mittellang mit einer leichten Bitterkeit und einem Hauch von Kaffee. 

Fazit

Der 12-Jährige von Glenfiddich ist unbestritten einer der bekanntesten und meistverkaufen schottischen Malts. Im Zeitalter der NAS-Malts trägt er ein schon fast „hohes“ Alter und ist trotzdem sehr preiswert. Das macht ihn gerade bei Einsteigern sehr beliebt. Mit einem Alkoholgehalt von 40% Vol. ist er zudem sehr mild und unkompliziert zu genießen. Für meinen Geschmack hätten es aber gerne eine paar % Vol. mehr sein dürfen. Für Fortgeschrittene dürfte er fast schon etwas zu langweilig sein.

Wertung: 8,0 / 10

Art: Single Malt
Land und Region: Schottland, Speyside
Alter: 11 Jahre
Alkoholgehalt: 48% Vol.
Fasstyp: Amerikanische Eichenfässer und Finish in Ex-Portweinfässern
Farbe: Heller Bernstein
Whiskybase ID: 152144

Nase

Es beginnt fruchtig und süß. Das Aroma erinnert mich Apfelkompott, Erdbeermarmelade und süßen Obstsalat. Auch getrocknete Früchte wie Rosinen stecken in diesem Fruchtcocktail. Gleichzeitig spüre ich auch eine deutliche Würze aus den Fässern, die ich mit Früchte- und Gewürzbrot assoziiere, sowie Vollmilchschokolade. Nach dem ersten Probieren werden die würzigen Noten noch ein Stück intensiver und verbinden sich sehr schön mit den Früchten. Das erinnert mich an Apfel- und Zwetschgenkuchen.

Geschmack

Auf der Zunge ist er zunächst weniger süß, die Würze der Eiche ist sofort präsent. Dann wird die Süße intensiver, genauso die Früchte. Ich finde die Erdbeermarmelade wieder, ebenso die Rosinen. Im Mund erinnert er mich etwas an Traube-Nuss-Schokolade.

Abgang

Der Abgang ist mittellang und ganz leicht bitter. Auch hier ist die Schokolade ist wieder deutlich wahrzunehmen, allerdings eher als Zartbitterschokolade. Dazu kommen noch leichte Kaffeenoten, die dann zusammen mit der leichten Bitterkeit ausklingen.

Fazit

Ein schöner, ausgewogener Malt. Das Finish erfolgte hier auf dem Punkt und bringt eine tolle Mischung aus süßen Früchten und Eiche. Etwas anderes habe ich von Glenallachie und Master Distiller Billy Walker aber auch nicht erwartet. Die Abfüllungen der Wood Finish Serie haben mich bisher eigentlich immer überzeugen können.

Wertung: 8,4 / 10

Art: Single Malt
Land und Region: Schottland, Speyside
Unabhängiger Abfüller: Malts Of Scotland
Alter: 10 Jahre (2007/2017)
Alkoholgehalt: 52,1% Vol.
Fasstyp: Finish in einem 1st fill Ex-Marsala Rotweinfass (Single Cask 17035)
Farbe: Bernstein
Whiskybase ID: 102380

Nase

Schwere Weinaromen strömen sofort aus dem Glas. Zuerst habe ich eine leichte Süße in der Nase, dann finde ich auch deutlich säuerliche Aromen. Den Charakter würde ich generell als fruchtig-nussig bezeichnen. Die säuerlichen Aromen erinnern mich an Kumquats und Johannisbeeren. Daneben habe ich auch Trockenfrüchte wie Rosinen und Aprikosen. Bei den leicht nussigen Aromen kommen mir als Erstes Walnüsse in den Sinn. Den Alkohol kann ich in der Nase auch spüren, er ist jedoch nicht störend.

Geschmack

Im Mund überrascht er mich etwas. Das Mundgefühl ist viel süßer, als die Nase es hat vermuten lassen. Die Früchte wirken jetzt eher frisch und reif als getrocknet. Ich denke an süße Beeren, rote Äpfel und Quitten. Später kommen dann verstärkt Nüsse, sowie leicht würzige Eindrücke der Eiche hinzu. Zum Abgang hin baut sich ein intensiver Geschmack von Mandeln und Marzipan im Mund auf.

Abgang

Der Geschmack wird leicht bitter, sodass ich direkt an Marzipan-Pralinen mit dunkler Schokolade denken muss. Der Abgang ist mittellang und wärmend. Die leichte Bitterkeit wird dann noch intensiver und bleibt auch als Letztes zurück.

Mit Wasser

Mit ein paar Tropfen Wasser kommt er mir in der Nase etwas langweiliger vor. Das Mundgefühl wird ein bisschen weicher und abgerundeter. Die Süße hält sich mit ein wenig Wasser zum Abgang hin etwas länger.

Fazit

Nach dem ersten Riechen hätte ich auf ein „normales“ Rotweinfass getippt. Dann musste ich feststellen, dass sie doch etwas anders ist als die Rotwein-Abfüllungen, die ich bisher probiert habe. Am Ende würde ich den Einfluss des Marsalas am ehesten als eine Mischung aus fruchtigem Rotwein und trocken-nussigem Oloroso-Sherry beschreiben. Allerdings muss man dazu sagen, dass das Finish die meisten anderen Aromen auch absolut erschlägt. Vom vorherigen Fass und dem Brennereicharakter ist hier kaum mehr was zu spüren. Die Bitterkeit im Abgang ist für meinen Geschmack schon fast ein wenig zu intensiv. Trotzdem fand ich diese Abfüllung sehr interessant. Ein Finish in Marsala-Fässern gibt es leider nicht oft.

Wertung: 8,4 / 10

Art: Single Malt
Land und Region: Schottland, Speyside
Unabhängiger Abfüller: Gordon & MacPhail
Alter: 16 Jahre (14.12.1998/12.10.2015)
Alkoholgehalt: 45% Vol.
Fasstyp: Finish in Côte Rôtie Weinfässern
Farbe: Rötlicher Bernstein
Whiskybase ID: 73567

Nase

Ausgeprägte fruchtige Rotweinaromen steigen sofort in die Nase. Ich finde rote Früchte wie Kirschen, Johannisbeeren und Erdbeeren, sowie Brombeeren. Dazu süße Fruchtgummis und ein wenig Honig. Mit der Zeit wird es etwas würziger. Es kommt Eiche hinzu und ich fühle mich etwas an Korkboden und Zigarrenbox erinnert. Dahinter schwebt ein leicht muffiger Geruch nach feuchtem Keller. Die 45% Vol. Alkohol sind schön eingebunden und geben dem Aroma Kraft, ohne zu stechen.

Geschmack

Auf der Zunge ist der Antritt ebenso stark und kraftvoll. Der Wein tritt wieder in den Vordergrund. Süße Früchte dominieren das Mundgefühl. Ich finde wieder dunkle Früchte, sowie Erdbeeren, Kirschen und Weingummis. Nach kurzer Zeit wird es ebenso wie in der Nase deutlich würziger und die Eiche bringt eine leichte Bitterkeit mit.

Abgang

Interessanterweise bleibt er auch im Abgang zunächst süß und die Weingummis bleiben lange präsent. Dann nehmen die Eichentöne zu und ich finde Zartbitterschokolade. Der Abgang ist lang und wärmend.

Fazit

Bei dieser Abfüllung regiert der Rotwein. Ich vermute, dass es sich bei den ursprünglichen Fässern um Ex-Bourbonfässer handelte, die zu schwach waren um ohne Finish abgefüllt zu werden. Das Finish ist aber sehr gut gelungen und kann mich absolut überzeugen. Die Rotweinfässer bringen zwar deutliche Eichennoten mit, aber in Maßen. Das macht den Malt sehr gut ausgewogen. Hier erfolgte die Reifung genau auf den Punkt!

Wertung: 8,7 / 10

Art: Single Malt
Land und Region: Schottland, Speyside
Alter: Ohne Alter
Alkoholgehalt: 40% Vol.
Fasstyp: Europäische und Amerikanische Eiche
Farbe: Heller Bernstein
Whiskybase ID: 54596

Nase

Trotz der „leichten“ 40% Vol. Alkohol ist der Antritt sehr kräftig und etwas scharf. Hierfür wird vermutlich das vermeintlich junge Alter ausschlaggebend sein. Der erste Eindruck ist eine Mischung aus säuerlichen und süßen Noten mit einem deutlichen Einfluss von Früchten. Diese erinnern mich an leicht säuerliche Zitrusfrüchte, grüne Äpfel und noch nicht ganz ausgereifte Erdbeeren. Dazu kommt etwas Karamell und ein Hauch Vanille. Nach einiger Zeit kommen leicht bittere Eichennoten stärker durch, die Früchte bleiben aber dominant.

Geschmack

Er überrascht mich mit einer dominanten Eiche, die ich in der Nase verhältnismäßig schwächer wahrgenommen habe. Die sauer-süßen Früchte stehen etwas zurück. Dazu kommt ein leicht scharfes Prickeln auf der Zungenspitze.

Abgang

Trotz des starken Einflusses der Eiche tritt die Bitterkeit, die ich bereits in der Nase wahrnehmen konnte, erst im Abgang in den Vordergrund. Dort ist sie dann aber dominant und verbleibt auch nachdem die anderen Eindrücke relativ schnell verblasst sind.

Fazit

So eine Abfüllung habe ich bislang selten im Glas gehabt. Während er es nicht ganz schafft seine vermeintliche Jugend zu verstecken, sind die europäischen Eichenfässer vor allem auf der Zunge sehr dominant. So ein deutlicher Einfluss der Eiche kennt man sonst nur von wesentlich älteren Abfüllungen. Diese Abfüllung ist durchaus interessant, ich würde mir aber ein ausgewogeneres Verhältnis von Reife und Eiche wünschen.

Wertung: 7,5 / 10

Art: Single Malt
Land und Region: Schottland, Highlands
Alter: Ohne Alter
Alkoholgehalt: 40% Vol.
Fasstyp: Ex-Bourbon
Farbe: Helles Gold
Whiskybase ID: 39659

Tasting Notes

Direkt beim ersten Riechen kommen mir frische grüne Äpfel entgegen. Daneben findet man etwas Malz und Karamell, sowie eine süße Honignote. Ein Stück weit dahinter verstecken sich Zitrusfrüchte. Auch habe ich anfangs eine Assoziation von Plastik und anderen Fehlnoten. Diese Eindrücke verschwinden zum Glück nach einiger Zeit wieder.

Geschmack

Im Mund ist er sehr weich und man findet die grünen Äpfel sofort wieder. Das Malz ist im Mund etwas stärker zu spüren als in der Nase. Daneben findet man Noten von Karamellbonbons und Toffee.

Abgang

Auch im Abgang bleibt der Malt auf der süßen Seite und bringt einen Hauch Würze mit. Leider ist der Abgang relativ kurz.

Fazit

Bei dieser Abfüllung handelt es sich um einen Malt, der super für Einsteiger geeignet ist. Wer einen preiswerten Single Malt mit Bourbonfass-Reifung sucht um sich mit der Materie vertraut zu machen, macht beim Bradan Orach sicher nichts falsch. Allen die bereits ein wenig Erfahrung mit Single Malt Whiskys haben, wird er leider nicht viel Neues bieten können. 

Wertung: 6,7 / 10

Art: Single Malt
Land und Region: Schottland, Speyside
Alter: 18 Jahre
Alkoholgehalt: 43% Vol.
Fasstyp: Amerikanische Ex-Bourbon Fässer und europäische Ex-Sherry Fässer
Farbe: Bernstein
Whiskybase ID: 128

Nase

Der Whisky begeistert sofort mit einem intensiven, vollen und kräftigen Aroma. Trotz der Intensität wirkt er aber keinesfalls stürmisch und ungestüm, sondern reif und gesetzt, wie man es sich für einen Whisky mit einem Alter von 18 Jahren erhofft. Hier braucht man eine ganze Zeit bis man die komplexen Aromen etwas voneinander trennen kann. Zum einen findet man süße und reife Früchte, die mich an Apfelkuchen erinnern. Auf der anderen Seite wird mit der Zeit auch eine Assoziation von Trockenfrüchten wie Rosinen oder Früchtebrot stärker. Die einzelnen Eindrücke sind schwer voneinander zu trennen. Eine leicht malzige Note und ein Hauch von Rauch komplettieren das Gesamtbild.

Geschmack

Im Mund ist der erste Eindruck ebenso intensiv und komplex mit einer leicht öligen Textur. Die Süße der reifen Früchte und dem Apfelkuchen ist sofort wieder präsent und erinnert jetzt auch etwas an reife Beeren. Auch findet man die leichte Malznote und die die Rosinen wieder. Im Gegensatz zur Nase kommt jetzt auch vermehrt die Eiche durch, die sich nach der langen Reifezeit nicht mehr verstecken kann.

Abgang

Der Abgang ist lang und die Süße verbleibt sehr lange. Zusammen mit der leichten Bitterkeit der Eiche erinnert der Geschmack sofort an Zartbitterschokolade.

Fazit

Für diesen Malt muss man sich viel Zeit lassen. Im Zeitalter der Whiskys ohne Altersangabe wirkt diese Abfüllung wie ein Gegenpol zu den jungen Wilden. Bereits beim Antritt in der Nase kann man seine Reife und eine anfangs fast überwältigende Komplexität wahrnehmen. Wer sich abends nach einem anstrengenden Tag gerne in seinen Lieblingssessel sitzen möchte und einen wirklich reifen Single Malt genießen möchte ist bei dieser Abfüllung absolut richtig. Klare Empfehlung!

Wertung: 8,8 / 10