Tasting Notes

Ardmore 12 Jahre Port Wood Finish

Art: Single Malt
Land und Region: Schottland, Highlands
Alter: 12 Jahre
Alkoholgehalt: 46% Vol.
Fasstyp: Ex-Bourbon und Finish in europäischen Portweinfässern
Farbe: dunkler Bernstein
Whiskybase ID: 73170

Tasting Notes

Beim Antritt in der Nase verbindet sich die leichte Rauchigkeit toll mit dem Portwein. Der Rauch bringt leichte medizinische Noten, die Aromen des Portweins erinnern an süßen Fruchtkompott und Obstsalat, durch die Süße sogar etwas an Zuckerwatte. Daneben ist eine leicht scharfe und kühlende Note in der Nase zu spüren, die etwas an salzige Meeresluft erinnert, sowie eine leicht metallische Note. Mit der Zeit tritt die Süße des Portweins etwas zur Seite und lässt Zitrusfrüchte und Birnen durch. Ansonsten sind die typischen Aromen des Boubonfasses wie etwa Vanille oder Karamell allenfalls im Hintergrund zu erahnen. Diese Tatsache lässt vermuten, dass für diese Abfüllung mehrfach befüllte Ex-Bourbonfässer verwendet worden sein könnten, deren schwache Reife durch das Finish in Portweinfässern ausgeglichen werden sollte.

Im Mund ist der Antritt ebenso stark wie in der Nase. Zuerst steht der süße Portwein im Vordergrund und die die Zitrusfrüchte und Birnen sind wieder zu finden. Auffallend ist zudem ein leicht scharfes Prickeln auf der Zungenspitze. Nach einigen Sekunden wird der Eindruck etwas trockener und würziger, was durch die europäischen Eichenfässer des Portweins bedingt ist. Der leichte Torfrauch bindet sich schön in das Gesamtbild mit ein, wird aber von der dominanten Süße des Portweins sogar etwas in den Hintergrund gedrängt. Der Abgang ist mittellang, die Süße hält sich bis fast zum Schluss und wird von dem leichten Torfrauch, sowie etwas würziger Eiche begleitet.

Fazit

Diese Abfüllung der Ardmore Distillery kann man durchaus als gelungen bezeichnen. Andere (Standard-)Abfüllungen der Destillerie kommen meiner Meinung nach oft etwas ungestüm rüber und haben sowohl in der Nase, als auch im Mund eine starke, oftmals metallische Schärfe. Durch die zusätzliche Reifung in ehemaligen Portweinfässern wird der Whisky etwas weicher und reifer, ohne dass die charakteristische (und unter Fans geschätzte) Schärfe des Brennereicharakters ganz verschwindet. Zwar kann davon ausgegangen werden, dass für diese Abfüllung nicht die besten Ex-Bourbonfässer des Lagers verwendet wurden, aber das nachträgliche Finish in den Portweinfässern bringt eine Interessante Kombination des leichten Torfrauchs und der Süße des Portweins. Zudem hat die Abfüllung ein Mindestalter von 12 Jahren, was in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich ist.

Wertung: 7,7 / 10

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