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Kastanie

Fassgröße: 225 Liter
Alter: 2019 – 2022
Alkoholgehalt: 53,4% Vol.
Anteil an der Abfüllung: 27%

Nase

Deutlich anders im Vergleich zu Eichenfässern. Das Aroma ist sehr zurückhaltend und braucht etwas Zeit um sich zu öffnen. Der Rauch ist sehr dominant. Mit der Zeit kommt eine leichte Süße mit Honignoten durch, sowie zarte Fruchtnoten. Diese sind schwer einzuordnen. Leicht sauer gehen sie in Richtung Zitrusfrüchte. Auf der anderen Seite erinnert mich die Süße etwas an reife Äpfel und Apfelwein.  

Geschmack

Auch hier ist der Rauch dominant. Trotz des vergleichsweise geringen Alkoholgehalts ist der Alkohol sehr scharf. Der Geschmack ist deutlich süßer als die Nase, wieder kommt Honig durch. Dann wird es sehr fruchtig mit Äpfeln, Birnen und Zwetschgen. Eine typische Obstbrand-Aromatik. Hinzu kommt eine deutliche Bitterkeit ohne explizite Holznoten.

Abgang

Die Früchte bleiben zusammen mit dem Rauch zunächst deutlich präsent. Im Abgang ist die Bitterkeit überraschend schwach und baut sich nur sehr langsam auf. Dadurch bleibt die Süße bis zum Ende spürbar. Hinzu kommen zarte florale Noten. Der Abgang ist, vergleichen mit den anderen Fässern, relativ kurz.

Fazit

Die Kastanie gibt offensichtlich deutlich weniger Aromen ab, als die Eiche. Dadurch werden die Früchte, die ich als Brennereicharakter des Rohbrands interpretiere, verstärkt. Auf die Zugabe von Wasser habe ich aufgrund der relativ schwachen Aromatik verzichtet. Als eigene Abfüllung wäre mir dieses Fass zu langweilig.

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1 Comment

  1. Hallo Pascal,
    schöne Beschreibung der Abfüllung und seiner Komponenten. Ich habe eben auch das Dekonstruktionsset verkostet. Tatsächlich gefiel mir der sehr intensive Kirsch-Anteil am Besten. Durch seine Intensität ist klar, warum er den geringsten Anteil an der Zusammenstellung hat.
    (dein Link zur Verkostung der Kirsche ist nicht korrekt, er führt zur Pfälzer Eiche)
    LG
    Jürgen

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